Die Kinder und die Poliezei

Wann immer Kinder zu Opfern oder Tätern werden, ruft man sie, die Polizisten der Pariser Jugendschutzeinheit. Es sind Männer und Frauen, die nicht nur über die Medien in Abgründe schauen, sie müssen in diese Abgründe steigen – und versuchen, wieder herauszufinden. Die Regisseurin und Schauspielerin hat reale Beamte über Wochen hinweg begleitet und die gewonnenen Eindrücke zu einem Spielfilm verdichtet, der mit einer ungeheuren emotionalen Wucht daherkommt. Er folgt Polizistinnen und Polizisten in Verhören und zu Einsätzen auf der Straße. Die Kamera begleitet sie nach Hause, dorthin, wo die Ehe allmählich zerbröselt oder die Waage immer noch vermeintlich einige Kilo zu viel anzeigt. „Poliezei“ zeigt die Gewalt nie direkt und wahrt so die Perspektive der Polizisten, die fast immer zu spät kommen. „Poliezei“ ist dicht dran am Leben – und genau dies macht den Film sehenswert. Ab 26. Januar.