Claudia Busching: Bildräume

Im Fremdenhaus beim Schloss Georgium ist die Graphische Sammlung der Anhaltischen Gemäldegalerie untergebracht: Zeichnungen und Druckgraphik. In den Ausstellungsräumen im Erdgeschoss sind bis 7. Juni Arbeiten auf Papier von Künstlern der Gegenwart zu sehen.

Neben der Ausstellung Georgium von Luise Ritter zeigt Claudia Busching ab 9. Februar ihre großformatigen Bildräume, Zusammenfügungen und Überlagerungen von Zeichnungen mit Kohle und Acryl, mitunter Holzschnitten, auf verschiedenen Papierarten. Ungerahmt, frei hängend, kann man das feine Relief der Collagen, das Zusammenspiel mit dem Licht erspüren. „Seit vielen Jahren untersucht Claudia Busching in ihren Arbeiten auf eigenwillige Weise die Frage nach dem Bildraum. Gerade durch die rigorose Beschränkung auf die (Nicht)Farben Schwarz und Weiß und ihre vielfach gebrochenen Zwischentöne wird jedes Blatt zu einem Erfahrungsfeld, das in den unterschiedlichen Verschiebungen, Modulationen, Wandlungen ihres künstlerischen Vokabulars doch immer neue Möglichkeiten innerhalb der gewählten Rahmenbedingungen erspielt. Die strukturalen Formen geraten in Bewegung, changieren, tanzen, nehmen das Paradox von Zeit und Augenblick auf.“ (D. Bauerle-Willert, ). Claudia Buschings Bildräume erlebt man im Fremdenhaus in Beziehung zu den Fensterausblicken in den realen Raum des Parks Georgium und die angrenzende Stadtlandschaft.

Die Ausstellung ist ein Projekt von Büro Otto Koch im Kiez e.V., gefördert von Land Sachsen-Anhalt, Lotto Sachsen-Anhalt, Stadt Dessau-Roßlau.

Sie ist jeden Sonntag von 12-17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Am 7. Juni, 15 Uhr, gibt es ein Kunstgespräch im Femdenhaus mit Claudia Busching, Luise Ritter und Johanna Bartl.